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Barrierefreiheit

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Die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) sind Regeln zum Erstellen von Websites ohne Grenzen. Die WCAG bieten mir Erfolgskriterien und ganz konkrete Umsetzungstechniken an, damit ich alle Nutzer und Nutzerinnen erreiche. Besonders beachtet wird das Browsen von Sehbehinderten und Blinden und von Usern, die keine Maus nutzen bzw. den Cursor ausschliesslich via Tastatur oder einem mechanischen Ersatz steuern. Dadurch werden aber auch die besonders Eiligen und leicht Begriffsstutzigen bestens bedient.

Accessability & Usability

wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust

Nebst dem Monitor, der für mich so wichtig ist, sollen andere Ausgabegeräte gleich gewichtet werden. Z.B. solche, die Text in Audio oder in Braille wandeln.

Begrenzter Zugang zu Inhalten wird von Webmastern gesetzt, indem sie grosse User-Gruppen gedankenlos ausschliessen. Gute HTML stellt Informationen bereits strukturiert zur Verfügung und CSS formatiert diese nicht nur optisch ansprechend zu einem sinnvollen Zusammenhang. Es wird versucht, das was für Sehende offensichtlich zusammengehört auch linear und hierarchisch richtig aufeinander folgen zu lassen, damit eine Maschinenlesbarkeit entsteht. Das Ziel wird ein Semantisches Web sein, das von assistiven Programmen verstanden wird.

WCAG Richtlinien und Techniken

Es gibt drei Konformitätsstufen mit den WCAG 2.0, A, AA und AAA, wobei A die Mindestanforderung beschreibt und AAA die höchste. Das optische Layout ist mit AAA Standard radikal in Frage gestellt. Der Informative Teil besteht aus Texten die Techniken beschreiben, die sind mit Buchstaben gekennzeichnet und nummeriert:

Einfach für alle Die deutsche Übersetzung wird von der Aktion Mensch unter dem Titel 'Einfach für alle' betreut.
>> http://www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/
>> Die 12 WCAG Richtlinien auf Deutsch
>> Die nummerierten WCAG Techniken auf English

Es folgen nun summarisch einige dieser WCAG Techniken (manchmal sind die Nummern angegeben):

Benutzerführung

Mehr Gewicht muss nun auf die Benutzerführung gelegt werden, durch mehrfache Zugangsoptionen zu Textabschnitten mittels der Navigation (G126- G128, G185), einem Brotkrümelpfad (G65), einem Inhaltsverzeichnis (G64), einer Sitemap (G63), einem Hilf-Link (G71) und Suchformular (G161), sowohl Seitenintern wie auch Seitenübergreiffend.
Rückmeldungen nach Aktionen (G199) und Gebrauchs-Anweisungen sind selbstverständlich und gekennzeichnet. Titel und Listen und Alternativtext für Grafiken sind zur Gliederung und Verständlichkeit unabdingbar.

HTML W3C-konform

Titel

Text

Links

Bilder

Eine Nur-Text-Version anzubieten macht eine Seite nicht barrierefrei. Grafiken sollen mit einer Textalternative, einer Beschreibung versehen werden, dazu gibt es drei Möglichkeiten:

Audio / Video

Automatische Elemente

Formulare

WAI-ARIA

WAI-ARIA role='...'

WAI-ARIA (Web Accessibility Initiative - Accessible Rich Internet Applications) definieren Orientierungspunkte (landmarks) einer Website. Wichtige Seitenbereiche die in HTML Elemente wie div-Container oder Listen gesteckt werden (Inhalt oder die Navigation) können so mit roles versehen eindeutig benannt und mit Screenreadern angesteuert werden. Z.B. <div role='main'> oder <ul role='navigation'> Gängige Landmark Roles sind:

Daneben gibt es noch die Live Regions (Angaben über automatisch/dynamisch veränderten Text)

Darüber hinaus können durch ARIA Attribute Angaben gemacht werden, ob die Eingabe in ein Formularfeld required ist:
<input aria-required='yes' ...>

Die States und Properties schliesslich werden per JavaScript dynamisch in das HTML Element hinein geschrieben,
z.B. wenn ein Passwortfeld nach 2-maligem Fehlversuch ungultig wird: aria-invalid
oder wenn auf einem Navigationselement der Focus liegt: Activedescendant

Mikrodaten

itemscope itemtype itemprop='...'

In HTML 5 kommen Mikrodaten hinzu, das sind Elemente (Items) mit Schlüssel/Wert-Paaren für semantische Angaben. Im übergeordneten Element, welche ein Item enthält, wird durch itemscope (in XHTML5 itemscope='itemscope') ein Item erstellt und darauf hingewiesen, dass hier solche Angaben abgelegt werden.
Der Typ des Items ist in einer URL beschrieben, es macht Sinn, wenn die Suchmaschinen erfahren, nach welchen Konventionen man sich richtet bzw welches vocabulary benutzt wird; in diesem Fall nach itemtype="http://schema.org/Person".
In den Unterelementen, welche bereits bestehen oder extra dazu geschaffen werden (span), folgen die Itemprop, die möglichen Properties also Eigenschaftsangaben zum Item, die sind festgelegt im Schema des Itemtype.
Dieser Text ...

Mein Name ist Marcel Biefer ich bin der Webmaster dieser Site und lebe in der Schweiz.

... sieht im Quelltext so aus:
<div itemscope itemtype="http://schema.org/Person">
  <p>Mein Name ist <span itemprop="name">Marcel</span>
  <span itemprop="familyName">Biefer</span> 
  ich bin der 
  <span itemprop="jobTitle">Webmaster</span> dieser Site 
  und lebe in der <span itemprop="nationality">Schweiz</span>.
  </p>
</div>

Prüfungen

Zur Prüfung auf Barrierefreiheit sind mehrere Schritte notwendig, es gibt zwar Websites zur automatischen Prüfung, aber der (eingeschränkte) Mensch ist das Mass aller Dinge!

WCAG 2.0 (Level AA)


Valid XHTML 1.0 Check den Code.

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Letzter Update: 27.12.2011